Heissluft

Die Heißluft-Anwendung kommt dann zum Einsatz, wenn der Organismus nicht in der Lage ist, aus einener Kraft die Gelenkregionen oder Muskelpartien genügend zu erwärmen.

Dann lässt sich die benötigte Wärme von aussen durch Geräte zuführen. Eine besondere Art dieser Behandlungen ist die Infrarotbehandlung. Diese ist völlig hautkontaktfrei.

Behandlungsformen und ihre Wirkungen:

A) Der Patient befindet sich im einem mobilen tonnenähnlichen Gerät. In diesem wird er durch spezielle Glühlampen bestrahlt. Dadurch steigt auch die Temperatur in dem Gerät. Als Folge davon steigt auch irgendwann die Körpertemperatur an. Mit fortwährender Behandlungsdauer muss vermehrt auf Verbrennungen geachtet werden.

Bei dieser Behandlung befindet sich der Kopf ausserhalb des Gerätes. Dadurch wird die Ganzkörperüberwärmung besser vertragen.

Zu einem Vollbad gibt es hierbei folgende Unterschiede:

  • keinen Hautkontakt (deswegen sind Heißluftbäder auch bei Hautläsionen möglich)
  • keine hydrostatisch bedingte Blutvolumenverschiebung (Heißluftbäder sind daher für Hochdruckpatienten schonender als warme Bäder)
  • keine aufwendigen Hygieneanforderungen wie bei Bädern

B) Dem Patienten wird über ein Gebläse (vergleichbar mit einem Haarfön) warme Luft auf die zu therapierende Körperregion geleitet. In dem Luftstrom wird die Wärme besser übertragen als in ruhenden Luftschichten. Dadurch sind höhere Hauttemperaturen möglich, wobei die Gesamtbelastung durch Wärme begrenzt bleibt.

Anwendungsbereiche:
  • Gelenks- und Weichteilerkrankungen
  • chronische Entzündungszustände (Intestinaltrakt, rheumatischer Formenkreis)
  • Muskelverspannungen
  • postoperative Zustände
Mehrere Kontraindikationen aufgrund dermatologischer und kardiologischer Begleitkrankheiten entfallen:
  • Rechts-Herz-lnsuffizienz
  • Venenleiden
  • Hautläsionen (z. B. nicht verheilte Operationsnarben)
  • Kontaktallergien gegen bestimmte Packungsmaterialien